Air Berlin: Kann ich den Verlust abziehen?

K-Geld 05/2018 vom

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«Ich habe im Jahr 2014 für 150000 Euro Anleihen von Air Berlin mit 6,75 Prozent Zins gekauft. Nun sind die Papiere praktisch wertlos, weil diese Fluggesellschaft pleite ist. Kann ich den ­Verlust steuerlich in Abzug bringen?»

Nein. Kursverluste können Sie als Privatperson nicht vom steuerbaren Einkommen ab­ziehen. Umgekehrt unterliegen auch Kursgewinne nicht der Einkommenssteuer. Nur Zinsen und Dividenden muss man als Einkommen versteuern.

Ihr Beispiel zeigt, dass ­Obligationen nicht immer eine sichere Anlage sind. Wird der Konkurs über den Schuldner ­eröffnet, erleiden Obligationäre in der Regel ­einen Totalverlust. Die Höhe des versprochenen Zinses ist ein guter Hinweis auf die Grösse des Risikos. Je höher der Zins, desto heikler die Anlage. 6,75 Prozent Zins auf die An­leihe deutete im Jahr 2014 auf ein erhebliches Risiko hin.

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