Finger weg von Vorschusszahlungen!

K-Geld 06/2018 vom

von

Einige Onlineplattformen für den Handel mit ­Wertschriften werden von organisierten Kriminellen betrieben. Zahlen die Opfer per Kreditkarte, gibts nur mit Glück Geld zurück.

Ursula Zürcher: Erhielt von der Kreditkartenfirma Cembra ihr von Betrügern abgebuchtes Geld zurück (Bild: Marco Raho)

Ursula Zürcher: Erhielt von der Kreditkartenfirma Cembra ihr von Betrügern abgebuchtes Geld zurück (Bild: Marco Raho)

Im Dezember 2017 meldete sich Rentnerin Ursula Zürcher (67) aus Brenzi­kofen BE auf der Website von ­Prime CFDs an. Diese Firma lockt Privatanleger damit, an der Börse auf Kurs­entwicklungen von vir­tuellen Währungen wie Bitcoin oder Ethereum zu wetten. Dabei handelt es sich um Hochrisiko­wetten mit so­genannten Binären Optionen und Differenzkontrakten (CFD). Wenig später erhielt Ursula Zürcher per E-Mail eine Handelslizenz der ­Finanzaufsichtsbehörde Financial Services Commission der Britischen Jungfern­inseln für eine Firma ­namens Crown Finance Investment Bank. Diese Lizenz stellte sich ­später als gefälscht heraus.

Insgesamt fast 18000 Franken überwiesen

Eine Beraterin von Crown Finance verlangte darauf von Ursula Zürcher eine Passkopie und eröffnete auf der Plattform ein Konto. Damit Crown Finance an der Börse ­handeln konnte, überwies Zürcher mit ihrer Kreditkarte zunächst umgerechnet 2448 Franken an eine Firma ­namens Binmarket Bir­mingham in Grossbritannien. Bald darauf wurde auf Zürchers Konto bei Crown Finance ein angeblicher Gewinn von über 17 000 Franken angezeigt. 

Die Beraterin versprach Ursula Zürcher, den Gewinn auf ihr Schweizer Privatkonto zu über­weisen, sobald sie ein «Versicherungsgeld» von 5810 Franken hinterlegt habe. Zürcher schickte auch diesen Betrag. [...]

Achtung: Kostenpflichtiger Artikel

Für Personen ohne Abo der Zeitschrift K-Geld und ohne Online-Abo ist dieser Beitrag kostenpflichtig.

Jetzt Abo lösen

Beitrag abrufen

Abonnenten der Zeitschrift K-Geld und Online-Abonnenten können diesen Artikel kostenlos einsehen.

Nachname/Firmenname ODER Nickname:
Abonummer ODER Passwort:

Beitrag kaufen

Dieser Beitrag kostet CHF 3.00
Es ist nur Online-Zahlung per Kreditkarte oder Postcard möglich. Nach erfolgter Zahlung senden wir Ihnen den Beitrag als PDF an Ihre E-Mail-Adresse.

Jetzt kaufen

Dieser Artikel ist folgenden Themen zugeordnet

Weitere Artikel zum Thema

Abzocker-Initiative: Erst schlechtgeredet, dann gelobt

Nichts als Ärger für Anleger

Vorsicht vor betrügerischer Briefpost