Gesichtserkennung am Handy ist unsicher

K-Tipp 01/2019 vom

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Die Hälfte aller neuen Handys lassen sich mit ­einem Porträtfoto ­austricksen.

Viele moderne Smartphones kann man über die Gesichts­erkennung entsperren. So muss man keinen PIN-Code eintippen. Die Technik funktioniert mit Hilfe einer kleinen Kamera, die das Gesicht scannt und mit dem gespeicherten Profil abgleicht. Die Gesichtserkennung soll ­sicher sein. Doch jetzt zeigt ein Test des niederländischen Konsumentenmagazins «Consumentengids»: 32 von 66 Handys konnten mit einem simplen Porträtfoto des Nutzers entsperrt werden. 

Diese Modelle sind unsicher:

  • Samsung Galaxy A7 und A8
  • Sony Xperia L2, XZ2, XZ3
  • Huawei P20
  • Nokia 3.1 und 7.1
  • LG K9 und Q6
  • HTC U11+
  • Motorola E5 und G6

Unbedenklich sind Handys von Apple, Honor und One Plus. 

Biometrische Daten wie Fingerabdrücke und Gesichtsdaten können leicht in falsche Hände geraten. Der Hamburger Datenschutzbeauftragte und Jurist ­Johannes Caspar rät deshalb: «Wo es nicht sein muss, sollte man sie auch nicht hinterlassen. Schon gar nicht aus Bequemlichkeit.» 

Die Liste mit allen getesteten Handymodellen finden Sie unter www.ktipp.ch/gesichtserkennung

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