Steueramt Freiburg schröpft Pflegeheimbewohner

K-Geld 01/2019 vom

von

In der Steuererklärung darf man die Pflegekosten im Heim vom Einkommen abziehen – nicht aber alle Lebenshaltungskosten. Diese Kosten berechnen die Freiburger Steuerbehörden bis anhin viel höher als andere Kantone. Das soll sich dank K-Geld ändern.

Teurer Aufenthalt: Steuerliche Abzüge für Lebenshaltungskosten sind von Kanton zu Kanton unterschiedlich (Bild: iSTOCK)

Teurer Aufenthalt: Steuerliche Abzüge für Lebenshaltungskosten sind von Kanton zu Kanton unterschiedlich (Bild: iSTOCK)

Bewohner von Alters- und Pflege­heimen müssen für Pension, Betreuung und Pflege zahlen. Dabei gilt: 

 

Die Lebenshaltungskosten für Unterkunft, Essen und Betreuung gehen zulasten des Bewohners. 

 

Die Ausgaben für die Pflege werden zwischen Krankenkasse, ­Bewohner und der Gemeinde aufgeteilt. 

 

Die selbst bezahlten Pflege­kosten dürfen Heimbewohner vom steuerbaren Einkommen abziehen – doch von den Lebenshaltungskosten nur einen Teil. Laut dem Kreisschreiben 11 der Eidgenössischen Steuerverwaltung sind sie «um denjenigen Betrag zu kürzen, der für die Lebenshaltungskosten im eigenen Haushalt hätte aufgewendet werden müssen». Kreisschreiben sind Erläuterungen der Behörde zu bestimmten Themen, sie haben ­keinen Gesetzescharakter.

 

Wie hoch die Lebenshaltungskosten im eigenen Haushalt sind, sagt das Kreisschreiben nicht. Die Meinungen dazu gehen in den Kantonen weit auseinander. Besonders hoch taxiert sie der Kanton Freiburg, wie die stark pflegebedürftige Pia Haldimann (Name geändert) feststellen musste: Bei Gesamt­kosten von 68967 Franken berechneten ihr die Steuerbehörden für das Jahr 2017 Pensionskosten von 37595 Franken – 103 Franken pro Tag. Steuerlich abzugsfähig bleiben so lediglich 31372 Franken – weniger als die Hälfte der Summe, die Haldimann aus dem eigenen Portemonnaie bezahlen muss. [...]

Achtung: Kostenpflichtiger Artikel

Für Personen ohne Abo der Zeitschrift K-Geld und ohne Online-Abo ist dieser Beitrag kostenpflichtig.

Jetzt Abo lösen

Beitrag abrufen

Abonnenten der Zeitschrift K-Geld und Online-Abonnenten können diesen Artikel kostenlos einsehen.

Nachname/Firmenname ODER Nickname:
Abonummer ODER Passwort:

Beitrag kaufen

Dieser Beitrag kostet CHF 3.00
Es ist nur Online-Zahlung per Kreditkarte oder Postcard möglich. Nach erfolgter Zahlung senden wir Ihnen den Beitrag als PDF an Ihre E-Mail-Adresse.

Jetzt kaufen

Dieser Artikel ist folgenden Themen zugeordnet

Weitere Artikel zum Thema

Steuern hinterzogen: Harte Strafen für Sünder

Konkubinatspaare: Setzen Sie sich für Ihre Rechte ein!

Klimafreundliche Autos lassen die Kantone kalt